Nachberichte

Published on Januar 16th, 2013 | by Crow

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Storm Crusher Festival 2012

AgrypnieWir schreiben den 07.09.2012. Um 15:30 Uhr öffnen sich zum ersten Mal die Türen der Turnhalle Waldsassen um den ersten schwarzen Wesen Eintritt zu gewähren.

Zunächst sind die Meisten skeptisch: „Eine Turnhalle für ein Festival? Na da sind wir aber mal gespannt!“, doch nach den ersten Klängen des Openers sind alle Zweifel verflogen – „Ein grandioser Sound“.

Warum es sich gelohnt hat dabei zu sein erfahrt ihr hier in diesem Bericht.

Den Startschuss liefern die Jungs von Growling Jones. Auch wenn der Sound bei dieser noch zu wünschen übrig lässt, geben sich die vier Mitglieder dennoch Mühe, die sehr kleine Anzahl an Zuschauern mitzureißen.

Weiter geht es mit der Death Metal Band Vermin, welche leider auch nur vor einer kleinen Traube von Fans spielen und auch klanglich sich noch mehr steigern könnten.

Die Melodic Death Metaller von Contaminant lässt jedes Fanherz höher schlagen. Die Stimmung hebt sich merklich und langsam strömen auch immer mehr schwarze Menschen in die Halle. Mit Hits wie „Darkness reflects the Heaven“, Confessional Secret“, Ride to the burning Stars“, “Isolation towards Death“, “Between Light and Darkness“, “Road to Salvation“ und „Shaitan“ rocken die Herren die Bühne.

Etwas unpassend, jedoch interessant zu hören betritt nun die tschechische Rock´n´Roll Band Malignant Tumour die Bühne und gibt ihre Songs „Superhuman Comeback“, „Earthshaker“ und „Decibel Maniacs“ zum Besten. Man merkt schnell, dass das nicht jedermanns Fall ist und so leert sich die Halle leider schnell wieder.

Lokhi (Wolfchant)

Lokhi (Wolfchant)

Langsam bricht die Nacht herein. Umso höher ist der Gänsehautfaktor als die ersten Klänge der Niederbayrischen Pagan Metal Band Wolfchant erklingen und Sänger „Lokhi“ die ersten Wörter über die Lippen gehen. Mit Liedern wie „Eremit“, „A Pagan Storm“, „Never to Drunk“ und „Naturgewalt“ schlagen sie ein wie eine Bombe und man sieht fix, dass die Halle wieder richtig gut gefüllt wird.

Es geht Schlag auf Schlag weiter und so legt sich die Traditional Blacking Trash Metal Band Desaster nochmal ordentlich ins Zeug und überzeugt mit Songs wie „Nekropolis Karthago“, „Satan’s Soldiers Syndicate“, „Divine Blasphemies“, „Sacrilege“, „The Splendour of the Idols“, „Teutonic Steel“, „Disciples of Darkness“, „Tyrants of the Netherworld“, „Phantom Funeral“, „The Hill of a Thousand Souls“, „Profanation“, „Hellbangers“ und „Metalized Blood“.

Mittlerweile ist es dunkel draußen, die Halle ist fast komplett ausgefüllt und man spürt deutlich die Vorfreude der Fans auf das blutige Inferno das jetzt von der Death Metal Band Debauchery folgt. Der Sound lässt keine Wünsche offen und so krachen die Hits „Back in Blood“, „Animal Holocaust“, „Warmachines at War“, „Cuntkiller“, „Zombie Blitzkrieg“, „Bloodslaughter Onslaught“, „Germany’s Next Death Metal“, „Blood for the Blood God“, „Death Metal Warmachine“ und „Blood God Rising“ umso besser. Nach einer blutigen 70 Min Show merkt man deutlich dass es ein langer Tag für die Fans ist und so verzieht sich ein Teil der Masse in die Zelte.

Debauchery

Debauchery

Zu guter Letzt bietet die Thüringer Dark Metal Band Eisregen noch ihr Können dar. Mit Krachern wie „Scharlachrotes Kleid“, „Das liebe Beil“ oder „Der Ripper von Rostow“ rocken die Jungs und Mädels nochmal gewaltig die Bühne und spätestens bei „Elektrohexe“ steht keiner in der Halle mehr still. Mit einem Open End verabschieden sich die Thüringer dann aber schließlich doch nach mehreren Zugaben.

Samstag 08.09.2012

Den nächsten Tag beginnen wir mit etwas Melodic Death Metal. Die Band I Spit Ashes aus dem schönen Oberfranken zeigen uns ihr Können. Leider ist zu so früher Stunde die sehr kleine Menge an Fans noch etwas verschlafen, doch die Songs „Missper“, „World on Fire“, „Eclipse“, „Crossing the Borderline“, „When Daylight Dies“, „Error Concept I“, „Moonry Guidance Part“ und „On Star per Tear“ können überzeugen.

Nun begibt sich die Münchner Death Metal Band Commander auf die Bühne und versuchen mit Hits wie „Dead But Alive“, „Salvation“, „Vengeful Angel“, „None in One“, „Trust in Man“, „Ira“, Valley of Fallen Stars“ und „Modern Slavery“ die immer noch verschlafenen Fans zu erwecken. Leider bleibt hierbei der Erfolg aus.

Dawn Of Fate waren die Nächsten. Mit viel Grunzen und Aggressivität spielen sie ein Lied nach dem Anderen, was die Fans wohlwollend aufnehmen und gepflegt dazu abrocken. Sei es nun „Reborn“, „Hass“ und „Meine Gedanken“.

Ab hier füllt sich langsam die Halle und so können es die Tschechen von der Death Metal Band Poppy Seed Grinder mit Songs wie „Opressed Reality“, „Humanophobia“ und „Fetus of Hatred“ krachen lassen und auch so langsam erwachen die schwarzen Menschen in der Halle aus ihrem Winterschlaf.

Es ist der große Tag für alle Death Metal Fans, denn schon folgt die nächste Band aus diesem Genre. Pandemia geben auf der Bühne ordentlich Gas und präsentieren ihre Lieder „Blind Sense“,  „Locus Delicti“, „Progeny’s Debt“, „Twisted Faith“ und „The Void“ gekonnt.

Hackneyed

Hackneyed

Als nächstes folgen Hackneyed und es muss gesagt werden, dass die Jungs mit viel Charme auf der Bühne überzeugen können. Unbeschwert bieten sie ihr Können dar und ziehen die Fans mit Hits wie „Deatholution“, „Gut Candy“ und „Finger on the Trigger“ in ihren Bann.

Heute lassen es auch die Black Metaller von Agrypnie „die Puppen fliegen“ und geben die grandiosen Songs „Der Tote Trakt“, „Morgen“ und „Gnosis“ zum Besten. Durch eine verlängerte Umbaupause muss jedoch leider die Spielzeit dieser Gänsehaut bringenden Band verkürzt werden und so dürfen sie ihr begnadetes Talent in mageren 30 Minuten beweisen.

Weiter geht es wieder mit Death Metal. Die Herren von Prostitute Disfigurement rocken gepflegt die Bühne. Jedoch können sie nicht das gesamte Publikum halten und müssen ihre Lieder „Torn in Bloated Form“, „In Sanity Concealed“ und „Killing for Company“ vor einer kleinen Menschenmenge vorführen.

Darkened Nocturn Slaughtercult

Darkened Nocturn Slaughtercult

Nun ist Frauenpower angesagt und Frau Görtz, Frontfrau von der deutschen Trash Metal Band Cripper, bringt die Halle zum Kochen. Mit viel Power in der Stimme, einer sympathischen Art und viel Elan schmettert sie einen Hit nach dem Anderen in das Mikrofon, sei es nun „Shortcut“, „Animal of Prey“ und „Attention Deficit“. Die Masse ist überzeugt und die Halle bebt.

Anders sieht es jedoch bei der Black Metal Band Darkened Nocturn Slaughtercult aus. Gleich zu Beginn trennt sich hier sehr schnell die Spreu vom Weizen. Da reist leider auch die blutige Show nicht mehr viel raus. Ihre Songs „The Descent tot he Last Cirle“, „Saldorian Spell“ und „Beneath the Moon Scars Above“ müssen sie vor einem nicht allzu begeisterten, sehr stark verkleinerten Publikum vorführen.

Als vorletzte Band legt sich die Death Metal Band Illdisposed nochmal ordentlich ins Zeug. Gekonnt präsentieren sie die Lieder „Heaven Forbid“, „Fear the Gates“, „Now We’re History“ und „Throw Your Bolts“ und können die übrig gebliebenen schwarzen Menschen, die noch nicht im Zelt verschwunden oder nach Hause gefahren sind, nochmals zum Schwitzen bringen.

Dark Funeral

Dark Funeral

Zu guter Letzt und nach einer fast schon unverschämten Umbaupause von 45 Min lassen nun die Metalgiganten von Dark Funeral die Halle richtig beben. Der neue Liedsänger überzeugt zu 100% mit einer glasklaren Stimme. Mit den Krachern „The Arrival of Satan’s Empire“, „The End of Human Race“, „666 Voices Inside“, „Goddess of Sodomy“, „Ravenna Strigoi Mortii“, „My Dark Desires“, „Stigmata“, „Hail Murder“ und „My Funeral“ starten die Jungs voll durch. Das Publikum ist nun nicht mehr zu halten und gibt bei der atemberaubenden Bühnenschau zusammen mit den Herren nochmal alles. Als die letzten Töne erklingen, bricht ein tosender Applaus in der Menge aus und so verstummt die Halle für dieses Jahr.

Alles in allem war das Storm Crusher Festival 2012 durchzogen von vielen Höhen und Tiefen und ich bin mir sicher, wenn man noch ein wenig daran feilt, wird es nächstes Jahr ein voller Erfolg.

Auf ein Neues – Cheers.

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About the Author

Ich habe Metal gleich zweimal zum Beruf gemacht. Nicht nur als Feinwerkmechanikermeister, sondern auch als Geschäftsführer von N-Metal. Der Metal ist für mich mehr als nur Musik. Es ist Leidenschaft und ein guter Ausgleich zu meinem eigentlichen Beruf.



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