Obscurity | N-Metal

Interviews

Published on November 29th, 2012 | by Crow

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Obscurity

Die bergischen Löwen von OBSCURITY sind zurück! Und zwar mit einem neuen Album. Wir durften die Jungs nach der Veröffentlichung von ‚Obscurity‘ auf dem Rekwi Festival befragen. Wie die Tour lief und was dieses Album anders macht erfahrt Ihr in diesem Interview.

Seit dem 19.10. ist nun Eure neue Scheibe draußen. Warum der Titel ‚Obscurity‘?

Uns gibt es nun schon 15 Jahre. Zum Jubiläum mussten wir das einfach mal machen.

Euer letztes Album ‚Tenkterra‘ war weniger rau, als seine Vorgänger. ‚Obscurity‘ hingegen klingt eher wieder wie die älteren Alben. Ist das jetzt der „neue“ Weg den ihr beschreitet?

Da ist nichts Gewolltes dabei. Das passiert einfach. Wir haben bei einer Scheibe keinen Masterplan den wir genau verfolgen. Es kann vielleicht auch daran liegen, dass wir es nicht mehr bei Jacob Bredahl aus Dänemark mischen und mastern ließen, sondern das dieses Mal im Studio 4CN gemacht haben.

Wie lange habt Ihr an diesem Album gearbeitet?

Ziu (Obscurity)

Die Aufnahmen waren mit 7 Tagen recht schnell beendet. Wir haben da jetzt nicht so explizit daran gehangen. Das Ganze hat sich so über 6 Monate verteilt. Wir sind nicht mehr die schnellsten.

Habt Ihr eine maßgebliche Entwicklung von der ‚Tenkterra‘ zur ‚Obscurity‘ festgestellt?

Bewusst hat sich für uns eigentlich nichts verändert. Es gibt aber ein paar Elemente die wir jetzt mehr verwenden. Bei dem Song „So endet meine Zeit“ gibt es einige Neuerungen zu hören. Aber es gibt nichts wo wir sagen würden, wir haben uns jetzt insgesamt verändert. Auf jeden Fall, wenn oben OBSCURITY drauf steht ist da auch OBSCURITY drin.

Das neue Album besteht zum einen Teil aus einem Konzeptalbum mit dem Untergang der „heidnischen“ Welt und ein paar sehr unterschiedlichen Songs. Warum habt ihr das so gewählt?

Wir hatten da Lust drauf. Mit der ‚Tenkterra‘ hatten wir ein komplettes Konzeptalbum geschaffen. Unser roter Faden ist, dass wir nordische Mythologie beschreiben und in Musik verfassen. Für uns war es wichtig die vier Katastrophen die Ragnarök einläuten in eigenen Worten wiederzugeben. Die anderen Songs sind dann eigenständige Geschichten. „Kein Rückzug“ ist zum Beispiel ein Lied das dafür steht, dass wir uns in 15 Jahren nie verbogen haben. Die Marschrichtung haben wir in all den Jahren festgelegt.

Gab es Songs die aus dem Album rausgeflogen sind während der Produktion, weil sie nicht hinein gepasst haben?

Man merkt meistens das schon auf dem Weg zum Album hin. Da kommt schnell die Entscheidung. Was nehme ich mit und was bleibt zurück. Die Songs die damals übrig geblieben sind, waren fast alle reif um auf der Scheibe verewigt zu werden. Dieses Mal haben wir nur eins liegen gelassen.

Von der ‚Obscurity‘ gibt es ja auch eine Limited Edition. Was ist denn da das Besondere dran?

Dass es die nicht mehr gibt! – Im Prinzip ist da nichts Besonderes dran. Es ist die normale CD wie sonst auch, nur ist da ein spezielles T-Shirt dabei. Davon gibt es nur 100 Stück und dazu gibt es einen Aufnäher.

Obscurity und Maik (Bild: SunVeMetal)

Seit dem 19.10. seid Ihr auch mit KAMPFAR und HELRUNAR auf einer Tour unterwegs. Wie ist es den bisher so?

Ja in Dresden haben wir angefangen. Das ging schon mal sehr gut los. Das Publikum dort war der Wahnsinn. Aber auch die Leute vom Skullcrusher haben sich sehr um uns bemüht. Es war gestern auch komplett ausverkauft. Die Fans dort sind auch richtig abgegangen. An dieser Stelle noch ein herzliches Dank liebes Dresden. Jetzt geht es dann nochmal 14 Tage weiter. Da rennen wir dann schön durch Holland, Belgien, Frankreich, Spanien, Italien, Schweiz, Österreich, Slowenien und selbstverständlich durch Deutschland.

Das ist dann bis jetzt auch Eure weiteste Tour wahrscheinlich?

Ja, definitiv.

Jetzt sind ja 15 Jahre OBSCURITY vorbei. Habt Ihr da besondere Augenblicke oder Ereignisse mitgenommen?

Von den Konzerten her war mit Sicherheit das Ragnarök Festival 2011 mit der Feuershow ein Highlight in unserer Laufbahn. Diese Tour zählt auf jeden Fall auch dazu. Das erste Mal sind wir mit einem Nightliner und guten Bands unterwegs. Es gab aber auch Sachen die waren nicht so toll. Wie zum Beispiel damals unser ehemaliger Sänger bei uns ausgestiegen ist. Oder damals als unser Dornaz uns verlassen hat. Er ist dann aber zum Glück 2009 wieder zu uns zurückgekehrt. So was bleibt einem in Erinnerung. Jedes Mal, wenn wir eine CD aufnehmen, ist das unvergesslich. Wir haben auch viele Fans und gute Freunde kennengelernt. Es ist schon wirklich extrem wie uns die Leute begleiten und unterstützen. Jetzt auf der Tour ist zum Beispiel auch einer dabei, der ist auch heute da am Rekwi Festival. Der kommt noch nach Tannheim und dann noch nach Essen. Damit hat er dann 20 Obscurity-Konzerte voll. So was sollte man echt nicht missachten. Er steckt da viel Geld und Zeit rein, wenn er mit dem Auto oder der Bahn fährt und dann kommen noch die Konzerttickets hinzu. Das ist einfach nicht in Worte zu fassen wie man das würdigen sollte.

Cortez (Obscurity)

Habt Ihr noch ein paar Worte an die Fans?

Vielen Dank für 15 Jahre gute Zeiten. Die wir zum größten Teil Euch zu verdanken haben. Ein bisschen was haben wir auch dafür getan, aber ohne den Support der Fans bringt das alles nichts. Wir hoffen wir werden uns die nächsten Jahre noch wiedersehen und das Ihr mit uns und dem gesamten Genre Metal weiterhin viel Spaß habt. Und wie Ihr wisst, findet Ihr uns ja immer an unserem Merchstand wo wir gerne mit Euch reden und ein Bierchen trinken.

Danke dafür, dass wir Euch ein paar Fragen stellen durften.

Wir danken für das tolle Interview.

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About the Author

Ich habe Metal gleich zweimal zum Beruf gemacht. Nicht nur als Feinwerkmechanikermeister, sondern auch als Geschäftsführer von N-Metal. Der Metal ist für mich mehr als nur Musik. Es ist Leidenschaft und ein guter Ausgleich zu meinem eigentlichen Beruf.



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