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Published on Oktober 1st, 2014 | by Crow

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Obscurity – Vintar

Obscurity – Vintar Crow

Summary:

4,5


Die neue Scheibe, der bergischen Löwen OBSCURITY ‚Vintar‘, ist am 28.11.2014 erschienen. Was sich für mich, zu Anfang, wie die Tracklist einer Cover-CD las, entpuppt sich nicht nur als völlig eigenes Werk, sondern als ein herausragendes Kleinod.

Sicherlich werden, wie auch in den alten Alben der Band OBSCURITY, alte Sagen und Geschichten für die Songtexte verwendet. Gerade aber das Zusammenspiel, von Text, Lied und gekonnt eingesetzten Riffpassagen, motivieren regelrecht zum Headbangen.

Das Thema ist diesmal das Schwert ‚Vintar‘, eine Klinge, geschmiedet auf dem neuen Kontinent „Wodanheim“. Genauer gesagt geht es um einen Krieger, der mit ‚Vintar‘, bis zu seinem letzten Atemzug diesen Kontinent verteidigt.

Eines bleibt vorweg zu sagen. Mit diesem Album machen die Jungs von OBSCURITY vieles richtig, aber nicht vieles neu. Keinesfalls ist ‚Vintar‘ ein schlechtes Album. Es gibt auch einige Momente in denen ein großer Funken Innovation durchbricht. Gerade der Titelsong „Vintar“ enthält ein ganzes Heer von Neuentwicklungen. Detailgenaue Beschreibungen, die das Album zum Leben erwecken, waren schon immer eine der Stärken von OBSCURITY, aber hier setzten sie noch eins oben drauf. Klassischer Pagan Metal verpackt in neuen Sounds. Auch der Song „Alte Zeichen“ gießt nicht nur durch reichlich Geschwindigkeit ordentlich Öl ins Feuer. Ein weiterer Hit, für mich, ist der Titel „Feld der Ehre“. Die langsam und kräftig einsetzenden Riffs, gepaart mit überwältigenden Growling, haben mich einfach gefesselt. Als eine wirklich schöne Idee empfinde ich das Akkustikintro von „Legiones Montium“. So etwas hätte ruhig öfters auf der Scheibe vorkommen können. Hierbei hat mich vor allem der Übergang zum eigentlichen Stück begeistert.

Als Fazit blieb für mich am Anfang ein gemischtes Gefühl zurück. Bei diesem Album muss ich wirklich sagen, dass weniger manchmal mehr ist. Noch nie hat sich wenig Innovation so gut angefühlt. Mich hat der Bergische Hammer mit diesem Werk wieder voll im Griff! Alle Fans, der Alben a la ‚Obscurity‘ und ‚Tenkterra‘, können hier problemlos zugreifen. Wer diesmal mehr erwartet, sollte zumindest einmal Probehören. Vielleicht packt denjenigen auch die Kampfeslust um „Wodanheim“.

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About the Author

Ich habe Metal gleich zweimal zum Beruf gemacht. Nicht nur als Feinwerkmechanikermeister, sondern auch als Geschäftsführer von N-Metal. Der Metal ist für mich mehr als nur Musik. Es ist Leidenschaft und ein guter Ausgleich zu meinem eigentlichen Beruf.



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