Wolfszeit Festival 2012 | N-Metal

Nachberichte

Published on Januar 6th, 2013 | by Crow

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Wolfszeit Festival 2012

KrampusDer Sommer endet und es beginnt die Wolfszeit. In diesem Jahr fand das Wolfszeit Festival zum 6ten Mal statt. Das beschauliche Dörfchen Crispendorf durfte die Scharen von Schwarzmetallern zum 4ten Mal beherbergen. Hier ist aber noch lange keine Negativstimmung bei den Dorfbewohnern aufgetreten. Im Gegenteil, die Thüringer freuen sich auf den Besuch der Musiker und ihre Fans.

Dieses Jahr begann der ganze Spaß am 31.08. um 16:00 Uhr mit den Synthetic-Deathern von SINTECH. Das aktuelle Album ‚Schlampenfeuer‘ steht hier auf dem Plan und die Jungs geben wirklich alles. Egal ob „Avantgarde“, „Jünger des Nichts“ oder der Albumtitel „Schlampenfeuer“. Die Jungs haben das Publikum gleich zum Auftakt voll im Griff.

Im Anschluss geht es heiß weiter. Die immer wachen AGRYPNIE betreten die Bühne und übernehmen gleich das Flair ihrer Vorgänger. Hier regnet es auch Hits. „Der tote Trakt“, „Augenblick“ oder „Morgen“ sind das, was das Publikum will und auch bekommt.

Torsten "Der Unhold" (Agrypnie)

Torsten „Der Unhold“ (Agrypnie)

Danach betritt der Veranstalter Philipp Seiler die Stage. Und das bedeutet meistens nichts Gutes. Die Lokalband MENHIR musste leider aus gesundheitlichen Gründen ihren Auftritt auf dem Wolfszeit Festival 2012 absagen.

Somit beginnt die lang angepriesene Akustikshow von DORNENREICH 45 Minuten später. Als es schon langsam dunkel wird begeben sich nun endlich Frontmann Jochen „Evíga“ Stock und Violinist Thomas „Inve“ Riesner auf die Bühne. Egal ob „Der Hexe nächtlich‘ Ritt“ oder „Wer hat Angst vor Einsamkeit“, DORNENREICH präsentiert sich, gerade bei ihrer Akustikshow, mit viel Feinheit im Detail.

Um ca. 21:00 Uhr betreten die Norweger VREID die Bretter. Für ruhige Klänge sind die Jungs ja noch nie bekannt gewesen, aber an diesem Abend spielen sie einen Krachen nach dem anderen. Von „Jarnbryd“ bis „Pitch Black“ scheint die Zeit im Fluge zu vergehen, dennoch wird hier eine satte Show mit 11 Songs geliefert.

Chris (Alestorm)

Chris (Alestorm)

Hierauf entern die Schotten von ALESTORM die Bühne. Auch hier fängt gleich das Publikum das toben an, wenn Ketarhero Christopher Bowes alias Chris die Schnapsflasche ansetzt um einen kräftigen Schluck zu nehmen. Ab hier beginnt auch schon die musikalische Alkohol-Reise mit den Piraten. Songs wie „Back Through Time“, „The Sunk’n Norwegian“ und “Captain Morgan’s Revenge“ heben die Stimmung im Pit in unerwartete Höhen.

Den Abschluss in dieser Nacht machen die dunklen Gestalten von HELRUNAR. Das aktuelle Doppelalbum ‚Sól‘ verkauft sich wie geschnitten Brot und so verwundert es auch einen nicht dass, das Publikum komplett stehen bleibt und auf die ersten Klänge wartet. Gerade Titel wie „Kollapsar“ und „Nebelspinne“ liefern einen guten Einblick in die düsteren Gedanken von Frontmann und Liedsänger Marcel „Skald Draugir“ Dreckmann.

Wer nach diesen Bands noch genügend Power hat um weiter zu feiern, konnte sich in der kleinen Essenshalle nebenan noch einige Stunden den Sounds der DJs Toni und Crow hingeben und dabei einige leckere Tropfen an der Bar genießen.

Am nächsten Tag ging es schon früh um 12:35 Uhr los mit den Oberpfälzern THORONDIR. Die aktuelle Scheibe „Aus jenen Tagen“ gehört aktuell zum Besten was die Pagan-Szene zu bieten hat.

Mit viel Ambient Black Metal geht es danach weiter. Die Band WANDAR legen viel Wert auf Melodie in ihren Liedern. Das besticht besonders in ihrem neuen Werk ‚Landlose Ufer‘

Dann geht es mit der Band DARKESTRAH auch schon weiter. Nach den ersten zwei Liedern verlassen auch schon einige das Gelände woraufhin nur noch ein kleines Grüppchen vor der Bühne übrig bleibt. Leider verpassen DARKESTRAH den Anschluss an die heutige Black Metal Szene und auch das Handwerk scheint nur schlecht geübt.

Nach dem Schatten folgt das Licht durch die Band KRAMPUS. Die Newcomer feiern zurzeit viele Erfolge. Vor allem die Vertragsunterzeichnung bei Noise Art Records war ein Schritt in eine glorreiche Zukunft. Das neue Album ‚Survival of the Fittest‘ steht bei diesem Gig im Vordergrund. Und so spielen sich die Italienischen Folk Metaller durch ein Set mit Songs wie „The Bride“ und „Kronos‘ Heritage“ und berauschen das Publikum durch ihre Klänge.

Obscurity

Obscurity

Danach fällt der bergische Hammer mit OBSCURITY. Die Löwen haben diesmal eine Setlist geschrieben auf der nur die feinsten Sachen stehen. „Varusschlacht“, „Keltilwald“ und „Nach Asgard wir Reiten“ sind nur einige Titel von diesem Tag.

Im Anschluss überfallen die Band RIGER die Bühne. Schonungslos schließen sie sich an den Sound ihrer Vorgänger perfekt an. Auch lassen die Songs keine Wünsche offen. „Streyf“, „Hinter Mauern aus Stein“ und das Trinklied „Auf die Ahnen“ geben den Fans was sie wollen.

Dann geht es russisch mit ARKONA weiter. Die Band rund um Frontfrau Maria („Mascha“) ‚Scream‘ Archipowa brennen ein wahres Hitfeuerwerk ab. Pogopower bei „Stenka na Stenku“ oder Moshaction bei „Yarilo“. Diese Band hat für jeden Folker was zu bieten.

Nach dem Folk gibt es ordentlich was auf die Ohren mit brachialem viel Death Metal. Die alteingesessenen DEBAUCHERY schlagen ein wie eine Bombe. Wen soll das auch wundern, die Kriegsrocker fügen sich trotz anfänglicher Gegenstimmen perfekt in das Billing und runden das Wolfszeit Festival mit Titeln wie „Zombie Blitzkrieg“ oder „Death Metal Warmachine“ nur ab.

Debauchery

Debauchery

Danach gibt es ein Wiedersehen mit DORNENREICH. Dieses Mal aber mit der Metalversion ihrer Songs. Hier gibt es Songs wie „Flammenmensch“ oder „Trauerbrandung“ knallhart serviert. Und so lässt es sich auch Torsten von AGRYPNIE / NOCTE OBDUCTA nicht nehmen ein Lied zu zelebrieren.

Dann geben sich die Headliner ENSIFERUM die Ehre. Das gerade erschienene Album ‚Unsung Heroes‘ der Finnen, bricht gerade alle Chartrekorde. Als Anfang werden wir gleich mit dem ersten Kracher überrascht „In my Sword I trust“ und gleich darauf geht es mit „Guardians of Fate“ ordentlich weiter. Den Abschluss gibt es mit „Twilight Tavern“ und dem Klassiker „Iron“.

Das Schlusslicht in dieser Nacht sind die legendären NOCTE OBDUCTA. Die umstrittenen Schwarzmetaller wissen es die Menge zu begeistern besonders die Titel „Es fließe Blut“ und „Fick die Muse“ heizen dem Publikum bei der Kälte ordentlich ein.

Das Wolfszeit Festival 2012 endet wie jedes Jahr mit etwas Wehmut, aber mit dem Gedanken, das es schon Vorbereitungen gibt, für ein Wiedersehen 2013 im Ferienland Crispendorf.

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About the Author

Ich habe Metal gleich zweimal zum Beruf gemacht. Nicht nur als Feinwerkmechanikermeister, sondern auch als Geschäftsführer von N-Metal. Der Metal ist für mich mehr als nur Musik. Es ist Leidenschaft und ein guter Ausgleich zu meinem eigentlichen Beruf.



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