Metalfest 2010 | N-Metal

Vorberichte

Published on April 1st, 2010 | by Skirnir

0

Metalfest 2010

Wer das Metalfest 2010 besuchen will, hat die Qual der Wahl — findet es doch unter diesem Namen an fünf Spielorten in ebensovielen Ländern gleichzeitig statt. Allerdings – logischerweise, da die Bands sich ja nicht zerteilen können – mit unterschiedlichen Lineups. Wir wollen uns hier auf die deutsche Variante konzentrieren.

Gefeiert wird das Fest des Metals hierzulande in Dessau, direkt an der A9 und somit leidlich gut erreichbar. Angenehmerweise sind Zelt- und Parkplatz kombiniert, wie wir es ja von manch anderem Festival auch kennen. Anmerkung für alle produktiven Mitglieder der Gesellschaft: los geht es am 12.5. mit einem „Warm-up Tag“ – dieses Datum fällt auf einen Mittwoch, also reicht rechtzeitig Urlaub ein!

Über 70 Bands werden sich auf den zwei Bühnen an den drei Festivaltagen (Do bis Sa) ablösen, und dafür ist der Ticketpreis von 59 Euro inklusive zelten und parken durchaus ein guter Deal. Vor allem, da das Lineup sich wirklich sehen lassen kann! Es wäre nun müßig, hier die Bands einzeln aufzuzählen, aber allein die Genres betrachtet, wurde hier schon auf eine gute Mischung wert gelegt.

So kann der geneigte Freund des Black Metal nicht nur bei Shining zusehen, wie Kvarforth sich auf der Bühne viviseziert, auch die legendären Marduk sind mit von der Partie, wie auch die norwegischen Kameraden von Urgehal, sowie einigen weiteren Vertretern dieser Zunft.
Allerdings schläft auch die Konkurrenz von nebenan nicht, und tatsächlich ist die Death Metal Ecke mit über 15 Bands besonders stark vertreten. Darunter zum Beispiel Deicide, Six Feet Under und Bolt Thrower, um nur einige zu nennen.
Besonders auf ihre Kosten kommen dürfte die Folk-, Pagan- und Viking-Fraktion; hier findet sich auf dem Billing wirklich einiges, was Rang und Namen hat. Týr, Eluveitie und Korpiklaani sind ebenso dabei wie Skyforger, die wahrhaft epischen Arkona und nicht zuletzt Heidevolk, für die sich nach Meinung dieses Autors fast jeder Anfahrtsweg lohnt. Ferner seien auch die wackeren Varg (hier ohne Besetzungszirkus) und nicht zuletzt die vielversprechenden Newcomer Hroptatyr erwähnt.
Auch in den Ecken von Power- und Thrash-Metal kommt hier eine hübsche Liste zusammen; naturgemäß rekrutieren sich hier die meisten Bands aus deutschen Landen.
Abgerundet wird das Programm von einer Handvoll Exoten, z.B. die Progger von Nevermore, sowie Vertretern mir bis dato unbekannter Genres wie „Fun Metal“ (Grailknights) oder „Modern Metal“ (Perish Sanity) oder „Deathcore“ (Walking Dead on Broadway) — na, man darf gespannt sein.
Als Geheimtip mögen noch die Jungs und Mädels von Van Canto gelten, die bekannte Metal-Klassiker a cappella covern (mit leichter Percussion-Unterstützung, man braucht also keine Regenschirme in den ersten Reihen.)

Last not least sei noch besonders auf Twilight of the Gods hingewiesen. Dieser Act ist nicht zufällig nach einem Bathory-Album benannt. Vielmehr rekrutiert er sich aus Musikern von Bands wie Primordial, Cradle of Filth und Thyrfing, um dem verstorbenen Bathory-Gründer Quorthon zu seinem sechsten Todestag Tribut zu zollen Wer sich noch erinnert, wie richtungsweisend diese Band für den Metal im Allgemeinen war, wird diese Darbietung nicht verpassen wollen.

Das genaue Lineup wie auch alle weiteren Details erfahrt ihr freilich auf der Metalfest-Website, wo ihr euch auch die Tickets sichern könnt. Dieser Autor jedenfalls freut sich wie ein Schnitzel.

Tags:


About the Author



Schreibe einen Kommentar

Back to Top ↑