Gewalttätige Securitys auf dem Ragnarök 2012 | N-Metal

News

Published on April 18th, 2012 | by Crow

0

Gewalttätige Securitys auf dem Ragnarök 2012

In diesem Jahr zog sich ein großer dunkler Schatten über das Ragnarök Festival 2012. So gab es zahlreiche Beschwerden über die dort „arbeitende“ Security. Auch jetzt in diesem Moment läuft die Ragnarök-Facebook-Seite und ein Thread im Forum über mit Berichten, die jedem Metalfan die Haare zu Berge stehen lassen. So Berichten Besucher, Bands, Händler, Darsteller und die Presse von Körperverletzung, Diebstahl, räuberischer Erpressung, Beleidigung, Drohung und Zerstörung von privatem Eigentum.

Daraufhin meldete sich Tim Lenhoff Geschäftsführer der Firma Nachtliga SSC Kassel auf der eigenen Facebook-Seite zu Wort:

Nachtliga Ssc Kassel
Liebe Festival Besucher,

Aufgrund der Anhäufung der Beschwerden gegen unseren Sicherheitsdienst auf dem Ragnarök Festival möchten wir den Ablauf der Dinge gerne aus unserer Perspektive schildern:

Unser Unternehmen betreute das Festival in diesem Jahr zum ersten mal, wie bereits einige Unternehmen zuvor.
Kein Sicherheitsunternehmen hat bisher mehr als einmal das Ragnarök Festival betreut. Dies zeigte uns bereits im Vorfeld, dass sich eine gewisse Problematik hinsichtlich einer souveränen und reibungslosen Betreuung ergeben würde.

Nichtsdestotrotz nahmen wir den Auftrag an, da man uns glaubhaft versicherte, die in den Medien postulierten Vorwürfen zur politischen Neigung der Festivalbesucher entspräche nicht den Tatsachen.

Wie wir allerdings im Verlauf des Festivals feststellen mussten, sahen wir uns gehäuft mit unkorrekten Pöbeleien einiger Besucher konfrontiert. Gerade für unsere nicht-deutschen Mitarbeiter machten es diese Pöbeleien schwierig, in allen Situationen mit der gebotenen höflichen Bestimmtheit zu reagieren. Im Laufe der Zeit stellte sich unsererseits ein rauer Unterton ein, der hinsichtlich der Anfeindungen gegen unsere Mitarbeiter durchaus zu rechtfertigen ist und als logische Gegenreaktion gewertet werden kann.

Hinzugefügt werden kann auch, dass unseren deutschen Mitarbeitern gehäuft Beschwerden gegen ihre Kollegen entgegennehmen mussten, die etwa mit den Worten „Warum habt ihr da so Kanaken hingestellt, die…“ oder ähnlichen Formulierungen begannen. Diese Formulierungen machten es uns äußerst schwierig, Beschwerden ernst zu nehmen. Statt dessen trugen sie nur zum Unwohlsein unsererseits bei.

Trotz aller Anfeindungen können wir feststehalten, dass das Festival mit einer Ausnahme ohne nennenswerte Ausschreitungen stattfinden konnte und unsere Mitarbeiter stets die ihnen übertragenen Aufgaben erfüllten. Dies sehen wir auch durch die Aussagen im Gespräch mit vielen Festivalbesuchern bestätigt. Versichert wurde uns auch, dass im Gegensatz zur Veranstaltung im letzten Jahr durchaus eine Besserung des Sicherheitsempfindens während des Festivals eingetreten ist.

Zur Ausschreitung am Samstagabend ist zu sagen, dass der mit gebotener Härte vom Gelände verwiesene Gast zuvor seiner Frau an die Gurgel ging und ihr ins Gesicht schlug. Solches Verhalten ist als schwerwiegende Straftat zu werten und verpflichtet unsere Mitarbeiter zum sofortigen Einschreiten. Es ist für uns nur traurig zu sehen, dass in solch einer brenzligen Situation der Rückhalt seitens der Festivalleitung fehlte, obwohl diese nicht Zeuge des für unser Einschreiten ursächlichen Vorfalls geworden war.

Trotz aller Widrigkeiten, sind wir nicht für die komplette Eventorga zuständig, und bitte in öffentlichen Foren nur den Sicherheitsbereich in Frage zu stellen. Für andere Bereiche ist ausschließlich der Veranstalter verantwortlich. wünschen wir uns, dass das Ragnarök Festival weiter Bestand hat und auch in Zukunft viele Besucher anzieht, die vor allem eines wollen: Erstklassige Konzerte besuchen und ausgelassen feiern. Alle gemeinsam.

Tim Lenhoff
Geschäftsführer
der Fa. Nachtliga SSC Kassel

Für viele der Geschädigten ist dies aber nur ein Vertuschungsversuch der Firma und so meldete sich auch der Veranstalter des Ragnarök Festivals Ivo Raab zu Wort:

Hallo,

zunächst möchte ich auf die Aussage eingehen, dass bisher kein Security Unternehmen das Festival mehrfach betreut hat. Dem ist definitiv nicht so, denn in Hollfeld war das Festival durch Heruk Security betreut. Ein Wechsel der Firma erfolgte mit Umzug. Hier wurde das Festival von Empire Security betreut, nachdem dieses Unternehmen nicht mehr existent ist, wurden die folgenden 3 Festivals von der Firma Dark Selection durchgeführt. Da wir jedes Jahr aufs Neue eine Ausschreibung starten, ging der Zuschlag an die Nachtliga. Es erfolgte mit keinem Male der Wechsel aufgrund von Differenzen, denn uns ist sehr an einer langfristigen Kooperation gelegen, um den Dienst bestmöglich auf das Festival und das Publikum zuzuschneiden.

Die Aussagen über das Verhalten einiger Mitarbeiter des Sicherheitsdienstleisters haben mich wirklich schockiert. Ich möchte euch daher bitten, mir eure Fälle als Eidesstattliche Erklärung per Post an die Nemeton Event GmbH zu senden, denn so ein Verhalten können und werden wir so sicherlich nicht hinnehmen! Uns ist hier sehr an einer lückenlosen Aufklärung gelegen und ich hoffe, dass dies auf diese Weise schnell möglich ist.

Vielen Dank!
Ivo Raab

Wir hoffen dass alle Fälle im Einzelnen aufgeklärt werden und sich somit eine positive Entwicklung in der nächsten Zeit feststellen lässt. Denn ein Sicherheitsdienst sollte zu Sicherheit aller beitragen und nicht das Gegenteil bewirken.

Quellen: Ragnaroek-Festival.com | facebook.com/ragnaroekfestival | facebook.com/profile.php?id=100001527791609 (Facebook-Seite Fa. Nachtliga SSC Kassel)

Tags:


About the Author

Ich habe Metal gleich zweimal zum Beruf gemacht. Nicht nur als Feinwerkmechanikermeister, sondern auch als Geschäftsführer von N-Metal. Der Metal ist für mich mehr als nur Musik. Es ist Leidenschaft und ein guter Ausgleich zu meinem eigentlichen Beruf.



Schreibe einen Kommentar

Back to Top ↑