Die viele Arbeit der jungen Newcomer HEXADAR hat sich echt bezahlt gemacht. Ihr Erstlingswerk mit dem Titel ‚Hexadar‘ bringt gekonnt den Hafenflair und den schlagkräftigen Pagan Metal zusammen. Das Album startet mit einem kleinen Intro („Auftakt“) und geht gleich in den ersten Kracher „Ewiglich“. Hier zeigen die Winsener gleich dass hier der schnelle Ton die Musik macht. Als nächstes steht der Titelsong „Hexadar“ auf der Scheibe an. Und dieser darf sich wirklich Titelsong schimpfen. Das bei der Band gewohnt starke Akkordeon leitet diesen Hit ein und auch hier knallt es gleich ordentlich. Ein schneller Riff jagt den nächsten, aber leider ist dieser dann auch viel zu schnell vorbei. Besonders episch geht es weiter mit „Wenn es am Morgen windet“. Die schon gewohnte Geschwindigkeit wird beibehalten und es kommen etwas Clear-Gesang hinzu der dem ganzen etwas mehr Fülle geben. Der nächste Track „Dornenseele“ ist ein mit Akkordeon und Akustik-Gitarre unterlegtes Gewitter. Diese sehr gelungene Einleitung führt einem zum nächsten Titel. „Urnenspfad“ lässt dann wieder ordentlich die Katze aus dem Sack. Auch hier zeigen sich wieder die Stärken der Band. Kräftiges Screaming gepaart mit schnellen Riffs. Die sich anschließende Songs „Winternacht“ und „Herbstzeit“ steht seinen Vorgängern in nichts nach. Hier sind als Besonderheit die Gitarren das leitende Element und das Akkordeon tritt ein wenig in den Hintergrund. Der nächste Titel „Das Wiegenlied vergessener Wälder“ ist ein kleines Gedicht mit Unterlegung einer Akustik-Gitarre und beruhigenden Vogelgezwitscher gepaart mit dem Rauschen der Wälder. Ab hier geht es für die Trinklustigen in die vollen. Mit „Whiskey and Rum“ ist ein wahres Brett entstanden das zum mitschunkeln einlädt. Ein großzügiges Intro leitet den Song „Urwirt“ ein. Dieser Song ist wohl der vielseitigste auf dem ganzen Album. Von langsamen bis hin zum brachialen Geschmetter steigert sich dieses kleine Epos. Der letzte Titel „Niederschlag“ ist das Outro dieses Sammlerstücks und geleitet einen hinaus aus dem Küstennebel.

Zum Abschluss bleibt hier nur zu sagen das dieses Album bei jedem Fan der Bands FINSTERFORST und SLARTIBARTFASS sich einen gemütlichen Platz in der Mitte verdient hat. Jeder andere der schnelle und brachiale Musik nicht scheut, sollte dennoch einen Blick auf dieses Kleinod werfen, ansonsten könnte ihm vielleicht eine neue Liebe entgehen.