Eine schummrig beleuchtete Hafentaverne, ein knisternder Kamin, einen Grog in der Hand und es prasselt leise, der Regen, gegen die Fenster. Dass ist das Bild welches ich bei einigen Liedern, der alten HEXADAR Scheibe ‚Hexadar‘, im Kopf habe. Die neue CD, mit dem schönen Titel ‚Buried Under Giants, macht vieles anders – doch einiges gleich.

Neu ist, dass die Gitarre einen dominanteren Part übernimmt. Aber natürlich bleibt der alte Charme, durch das weiterhin stark eingesetzte Akkordeon, erhalten. Vermehrt ist nun auch Growling und Clean-Gesang zu hören. Dennoch bewegen sich die Riffs und umgebenen Sounds eher in Richtung Black Metal, was das Ganze zu einer sehr konfusen Mischung macht und sicher nicht jeden Geschmacksnerv trifft.

Hexadar

Hexadar @ Wolfszeit Festival 2011

Meine beiden Empfehlungen, auf diesem Album, sind die Songs „Burning Clouds“ und „In den Sphären der Läuterung“. Hier bieten HEXADAR den Mehrwert, den ich erwartet habe. „Burning Clouds“ besticht durch eine grandiose Soundkulisse und einer guten Mischung aus Growl und Scream. Leider ist dieser Kracher etwas zu kurz geraten. Dies ist aber schon meckern auf einem sehr hohen Niveau. Bei „In den Sphären der Läuterung“ ist der Mix aus deutschem Text und dem gewohnten Hexadar-Klang nahezu perfekt gelungen.

Als Fazit, aus diesem intensiven Gehörerlebnis, kann ich eins heraus sagen: Jeder der überlegt sich dieses Werk zu kaufen und noch nicht die erste CD der Jungs besitzt, sollte sich ein paar Sachen auf Youtube oder noch besser die Scheibe im Laden anhören. Wer aber auf abgefahrene Pagan/Folk Sachen, ala Finsterforst, steht sollte hier auf jeden Fall einen Blick riskieren.